iPad 2018 Pro-Feeling

Veröffentlicht: | iPad Pro

Apples neustes Einsteigermodell

Seit März dieses Jahres ist es erhältlich – das neue iPad 6. Schon seit der Vorstellung hat dieses iPad einen anderen Ruf als seine Vorgänger. Diese Vorstellung galt nämlich als Bildungsevent und fand als „Exkursion“ in einer Schule statt. Somit waren Lehrer und Schüler die Ersten, welche das neue iPad in den Händen halten durften. Womit gleich die Zielgruppe angesprochen wurde. Apple unterstreicht bei der Keynote die umfangreichen Möglichkeiten für die Nutzung an Schulen. Daher auch der überraschend niedrige Preis. Apple will Schulen die Chance geben, solche Geräte im Unterricht zu etablieren. Doch schon nur ein kurzer Blick auf die technischen Eigenschaften des iPads verraten: dieses Gerät verspricht eine viel größere Masse anzusprechen als nur Schulen. Auch Unternehmen und Privatnutzer sollten durchaus einen Blick auf den Newcomer werfen. Für ein unschlagbares Preis-Leistungs-Verhältnis bekommt man nämlich ein gutes iPad 2018 Pro-Feeling geliefert.

Zwar keine Design-Revolution…

Wer auf ein revolutionäres Design à la iPhone X gehofft hatte, wird hier leider enttäuscht. Technik-Neuheiten wie Face ID sind noch dem iPhone X vorbehalten. Doch schließlich gibt es an der guten alten Touch ID auch nichts auszusetzen. Auch das Gehäuse gleicht seinem Vorgängermodell und folgt somit der Design-Reihe des iPad Air von 2013. Schnittstellen wie Lightning Buchse und Kopfhöreranschluss sind noch dieselben. Trotz allem sind die Verarbeitung des Materials sowie die Haptik wie üblich ausgezeichnet.

Mit Maßen von 240×169.5×7,5 mm gleicht das iPad stark dem aktuellen Pro 10,5 und liefert somit ein iPad 2018 Pro-Feeling. Zwar ist dieses iPad somit die „Mollig-Variante“ des Pros, doch fällt der Unterschied von 1,4 mm nur bei direktem Vergleich auf. Auch das Gewicht von 469 Gramm ist mit dem des iPad Pros vergleichbar. Farblich kann man das iPad 2018, auch wie üblich, in Space Grey, Silber und Gold erwerben.

iPhone X Liquid 2.0
iPhone X Displayschutz 2.0 4D

…dafür aber erstklassige Leistung und Akkulaufzeit

Wer beim Design schlucken musste, wird dafür umso mehr von der Leistung überzeugt sein. Was beim Design gespart wurde, ist an Arbeit in die Leistung geflossen. Das iPad 2018 hat nämlich den 2,3 GHz schnellen A10 Prozessor und M10 Coprozessor intus. Der aus dem iPhone 7 bekannte CPU besitzt vier Kerne, jeweils zwei Hochleistungs- und zwei Stromsparkerne. Zwar besitzt das iPad Pro den A10 X Prozessor, und damit 6 Kerne, zeigt jedoch bei Tests eine nur gering bessere Leistung. Vor allem bei Standardanwendungen, wie z.B. Safari, steht das iPad 2018 dem Pro kaum nach und lädt komplexere Seiten kaum merklich langsamer, leistet also durchaus ein iPad 2018 Pro-Feeling.

Der Akku ist bereits bekannt aus dem iPad 5. Mit einer Kapazität von 32,4 Wh verspricht der Hersteller hier bis zu 10 Stunden Surf-Spaß. Tests zeigen bei dauerhafter Benutzung eine Akkulaufzeit von achteinhalb Stunden. Übrigens hat die ein- bzw. ausgeschaltete Bluetooth-Funktion nur wenig Einfluss auf den Akku, gerade mal zwei Minuten länger hält er bei dauerhaft ausgeschalteter Funktion. Negativ fiel jedoch die Ladedauer auf. Viele Nutzer hofften auf eine deutlich verkürzte Auflade-Zeit, müssen sich jedoch leider mit der des iPad 5 zufrieden geben.

Das größte iPad 2018 Pro-Feeling: Der Apple Pencil

Während er bisher nur dem iPad Pro vorbehalten war, bekommt nun auch ein kleineres iPad die große Ehre. Der Apple Pencil eröffnet umfangreiche neue Anwendungsmöglichkeiten. Mit zusätzlicher Unterstützung der aktuellen Versionen von iWork, Pages, Keynote, usw. stehen Textbearbeitungen etc. nichts mehr im Weg. Markieren, Randnotizen und –ergänzungen, sowie das Durchstreichen von Wörtern sind mühelos möglich. Auch hier zeigen Tests keine Nachteile gegenüber dem iPad Pro, die Technik funktioniert identisch. Schrifterkennung und Präzision sind hervorragend. Leider gehört der Pencil nicht zu der regulären Ausstattung des iPad 2018, und muss für 99 Euro dazugekauft werden. Auch gibt es keinen Smart Connector für eine teure Apple Tastatur. Doch auch hier wird es nicht lange dauern, bis Drittanbieter Hüllen mit funktionierenden Tastaturen anbieten.

Ein Grund für den Pencil ist Apples großer Fokus auf die sog. Augmented-Reality-Funktion für den Schulalltag. Apps sollen es möglich machen, Computergrafiken in Echtzeit mit Bildern der realen Umgebung verschmelzen zu lassen. Als Beispiel hierfür eine App, die den Verwandlungsprozess einer Kaulquappe in einen ausgewachsenen Frosch auf den Schultisch der Schüler projizieren soll. Am fertigen Ausbildungsstadium des Frosches angekommen, kann nun der Apple Pencil als Skalpell dienen und den Schülern ein Bild in das Frosch-Innere ermöglichen. Ob dieses iPad wirklich diese von Apple gedachte Unterrichts-Revolution einläutet, bleibt abzuwarten.

Das Display als kleiner Dämpfer

Mit 9,7 Zoll ist das Display doch etwas kleiner geraten als das des iPad Pros. Mit einer Auflösung von 2948×1536 Pixel und einer Punktdichte von 264 ppi ist das Retina Display dem Pro jedoch wieder gleichauf. Die verbaute IPS Technologie sorgt für ein blickwinkelunabhängiges Panel sowie eine hohe Helligkeit von 531 Candela. Hier hört es mit dem iPad 2018 Pro-Feeling aber leider auch schon auf. Technologien wie True-Tone (automatische Farbanpassung), ProMotion und P3 (erweiterter Farbraum) sind nur dem iPad Pro 10,5 vorbehalten.

Durch fehlende Technik und Laminierung spiegelt das Display sehr stark. Drinnen zwar kaum, aber dafür bei Sonnenlicht deutlich sichtbar. Abhilfe schafft aber die hohe Helligkeit und Farbtreue von 97,5%. Durch diese zwei schlagfertigen Argumente sind Nutzer auch bei Sonneneinstrahlung mit dem Display zufrieden. Vorteil des simplen Displays sind eindeutig die großen Kostenvorteile. Einerseits entsteht eine günstigere Produktion (was wiederum den Kaufpreis drückt) und andererseits eine Reparatur, welche euren Geldbeutel nicht völlig überstrapaziert. Sollte das Display beschädigt werden, werden – ohne Apple Care – nur 251€ von euch verlangt, beim iPad Pro sind es schlappe 501 Euro für eine Serviceleistung außerhalb der Garantie.

Weitere technische Landmarks

Wirklich enttäuscht kann man von der altmodischen Kamera sein. Diese gleicht leider immer noch der des iPhone 5S, mit sage und schreibe acht Megapixel. Bei gutem Licht sind zwar durchaus gut anzusehende Bilder zu erwarten, doch zeigen sich bei schlechtem Licht Schwächen. Der fehlende Blitz trägt hierzu bei. Einzig allein der Fakt, dass diese Kamera nicht hervorsteht und somit weniger anfällig für Kratzer ist, besänftigt. Auch die Front Kamera enttäuscht mit 1,2 Megapixel.

Im Gegensatz zum iPad Pro besitzt das iPad 2018 nur zwei Lautsprecher. Dadurch ist der Klang deutlich weniger räumlich und nicht ganz so überzeugend. Doch als Küchenradio und Wohnzimmer-Hintergrundmusik reichen die Lautsprecher völlig aus.

Lohnt sich der Kauf? Ja!

Natürlich will Apple Unternehmen oder Privatkunden lieber das doppelt so teure iPad Pro 10,5 verkaufen, doch mit dem iPad 2018 haben sie sich selbst einen ernsthaften Konkurrenten geschaffen. Mit einem unschlagbaren Preis von 349 Euro ist das iPad 6 bisher das billigste iPad und momentan sogar 50€ billiger als sein Vorgängermodell. Zu dem unglaublichen Preis-Argument kommt die erstklassige Leistung. Für ein Einsteigermodell hat Apple eine ziemlich starke Leistung verbaut, die auch in den kommenden Jahren durch Updates aktuell bleiben wird.

Bereits durchgeführte Tests beweisen, dass das iPad 2018 dem iPad Pro recht nahe steht. Für den alltäglichen und beruflichen Gebrauch also mehr als geeignet. Wer natürlich Hochleistung betreiben will, ist beim Pro besser aufgehoben. Doch im Alltag ist das nur selten der Fall. Natürlich sticht das iPad Pro das neue iPad auch in Punkten wie Display, Lautsprecher und Kamera ganz klar aus, wer jedoch nicht explizit auf diese Techniken Wert legt, kann auch mit iPad 2018 mehr als glücklich werden. Im Aspekt Preis-Leistungs-Verhältnis gewinnt ganz klar das iPad 6. Denn auch mit nur der Hälfte des Geldes kann man mit dem iPad 2018 Pro-Feeling genießen.

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